Must have: Hundepfeife für den Super-Rückruf

Must have: Hundepfeife für den Super-Rückruf

Ständiger Begleiter bei jedem Spaziergang, kleines Schmuckstück und Anker zu meinen Hunden:  Meine Hundepfeife. Egal ob plötzlich Rehe auftauchen, ein wild gewordener Radfahrer um die Ecke schießt oder die Hunde schon ein gutes Stück voraus gerannt sind:
Ein Pfiff und alle drei Hunde sind buchstäblich in Windeseile an meiner Seite.

Die Vorteile einer Hundepfeife liegen klar auf der Hand, denn den Pfiff hört Dein Hund auch über etwas weitere Distanzen und er ist bei Wind und Regen einfach durchdringender, als Deine Stimme. Mancher von uns traut sich vielleicht auch nicht, auf der Hundewiese oder in der Nähe von Spaziergängern die Stimme so laut zu erheben.

Ein weiterer Vorteil: Die Hundepfeife klingt immer gleich und übermittelt nicht unbewusst Emotionen, die den Hund eher zum wegbleiben verleiten könnten. Vielleicht kennst Du das:  In der Ferne stehen Rehe und Du rufst Deinen Hund, um ihn vorsichtshalber anzuleinen. Vor Deinem geistigen Auge siehst Du ihn jedoch schon kopflos hinterherjagen. Du bist nervös und unruhig deswegen und genau das hört und spürt Dein Hund auch und überlegt womöglich zweimal, ob er jetzt zu Dir kommt.

Die Hundepfeife dagegen klingt immer gleich, auch wenn Du mal einen schlechten Tag hast, und Dein Hund wird immer freudig zu dir kommen.

Der Rückruf mit der Hundepfeife braucht Training

Irgendwie hält sich der Mythos hartnäckig, dass Hunde von einem hochfrequenten Pfeifton magisch angezogen werden. Wie alles in der Hundeerziehung braucht es aber auch hier Training. Egal, ob mit einer Hochfrequenzpfeife oder, wie bei mir, mit einer schlichten Holzpfeife. Die ist zwar nicht so leise, wie ein Hochfrequenzton, aber man kann die Lautstärke natürlich variieren. Und meine Hunde kommen sogar angelaufen, wenn sie meinen Pfiff nur ganz leise von einem Handyvideo hören.

Ziel des Trainings ist, dass Dein Hund immer sofort angerannt kommt. Der Rückruf soll so instinktiv sitzen, dass er gar nicht mehr darüber nachdenkt, sondern nur weiß:
Pfiff = ab zu Frauchen / Herrchen.

Bis der Rückruf aber so gut sitzt, braucht es viel Training. Der Ablauf ist total simpel und sehr einfach zu lernen. Du wirst schnell tolle Erfolgsmomente mit Deinem Hund haben. Aber es gibt einen großen Fehler, der Dein ganzes Training zunichtemachen kann:

Ungeduld.

Du pfeifst, doch Dein Hund kommt nicht, weil die Ablenkung für ihn noch zu groß ist. Schon ein misslungener Rückruf schwächt das Rückrufsignal enorm und wirft Dich im Training wieder zurück. Fang also wirklich bei Null an und steigere die Schwierigkeit nur langsam.

Eben noch schwer beschäftigt: Ein Pfiff reicht um Merlin und Calisto auch aus einiger Entfernung abzurufen.

Für das Training brauchst Du

  • Deine Hundepfeife, na klar!
  • Einen speziellen Pfiff oder Ton, den Du Dir vorab überlegt hast
  • Eine absolute Super-Belohnung wie Leberwurst aus der Tube, Käse o.ä.
  • Optional: Ein mega nerviges Quietsche-Spielzeug

Dein Pfiff kann ganz individuell sein, doch Du musst ihn Dir merken und immer beibehalten. Dafür eignet es sich, ein bestimmtes „Wort“ zu flöten, wie den Namen des Hundes.

Der Pfiff wird immer mit einer super tollen Belohnung kombiniert, sodass er für Deinen Hund absolut positiv verknüpft ist. Es muss sich für Deinen Hund immer lohnen, auf Pfiff zu Dir zu kommen.

Viele Silken Windsprites reagieren sehr stark auf Bewegungsreize und das kann man sich beim Training sehr gut zunutze machen.

Das Training

Das erste Training beginnt in reizarmer Umgebung, z.B. im eigenen Garten oder auf einer ruhigen Gassi-Strecke. Wenn Dein Hund ein paar Meter voraus gelaufen ist geht es los:

Ruf fröhlich seinen Namen, quietsche mit dem Spielzeug und dann renne vom Hund weg. Dein Hund wird wohl etwas verwirrt sein, Dir aber direkt folgen. JETZT, während Dein Hund in voller Bewegung ist, pfeifst Du mit der Hundepfeife, bleibst stehen und machst eine Leckerlie-Party für ihn.

So kann das aussehen

Diese Übung kannst Du jeden Tag 2 – 3 mal üben. Lieber wenige, aber dafür erfolgreiche Übungen, die für den Hund etwas Besonderes darstellen.

Nach und nach kann man die Ablenkung etwas steigern, mit Geduld und Bedacht. Benutze den Pfiff zunächst nur unter Trainingsbedingungen. Setze ihn nicht ein, wenn Du von vornherein weißt, dass die Ablenkung gerade zu groß ist, oder wenn Du schon zweimal erfolglos gerufen hast.

Bis Du Deinen Hund sicher aus einem Spiel mit Hundekumpels abrufen kannst, benötigst Du viele viele Wiederholungen und Zeit.

Wenn der Rückruf in brenzligen Situationen klappt, muss er auch immer wieder in neutralen, ruhigen Situationen geübt und „aufgeladen“ werden.

Es ist wichtig, hier unberechenbar zu bleiben und nicht in bestimmte Muster zu verfallen wie Pfiff = Anleinen, Pfiff = Rehe in Sicht, Pfiff = Spaß vorbei.

Nutze die Hundepfeife auch, wenn gerade rein gar nichts passiert. Rufe Deinen Hund aus dem Spiel mit Hundekumpels ab, um ihn gleich wieder weiterspielen zu lassen, benutze die Pfeife mal in der Wohnung, varriere die Super-Belohnung usw.

Was ist Dein Must-have:
Was hast Du immer dabei, wenn Du Gassi gehst?

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